ESV Flüglerad : HBC Nürnberg II – 33:25 (16:14)
Mit drei Siegen und Verstärkung durch Spielerinnen aus der ersten Mannschaft im Gepäck ging es am Samstagmittag zum Nürnberger Nachbarn nach Flügelrad. Das Hinspiel konnte Flügelrad deutlich mit 19:30 für sich entscheiden. Die Nervosität vor dem Spiel war spürbar, steht dieses Derby ja immer unter einem besonderen Stern – insgesamt fünf Spielerinnen der HBClerinnen trugen zuvor das Flügelrad-Trikot.
Leider konnte auch zu Spielbeginn die Nervosität nicht abgelegt werden. Wie schon vergangene Woche wurde insbesondere die gegnerische Kreisläuferin kaum gedeckt und konnte so häufig zu einfachen Toren kommen, die sicher verwandelt wurden. Im Angriff zeigte die Zweite Damenmannschaft in den ersten Minuten Biss und erkämpfte sich Torchancen. Die ersten 10 Minuten verliefen ausgeglichen (4:4). Durch Tempospiel konnte man sich leicht absetzen 4:6 in der 13. Minute, was jedoch (Spoiler!), die letzte Führung in diesem Spiel sein sollte. Es häuften sich die technischen Fehler, herausgespielte Chancen wurden nicht verwertet. In der Abwehr agierte man oftmals zu langsam, konnte die Hausherrinnen nur durch Fouls stoppen und kassierte einige Zeitstrafen (insgesamt vier in Halbzeit eins). Es blieb dennoch ein Kopf-an-Kopf-rennen bis zum 12:11 in der 25. Minute, dann gelang den Räderinnen mit einem 3:0 Lauf ein erstes Absetzen, was jedoch zum Halbzeitstand wieder auf ein 16:14 verkürzt werden konnte.
Die Stimmung in der Kabine war sehr niedergeschlagen, hängende Köpfe, das hatte man sich anders vorgestellt. Das Trainerduo Kern & Rößl gaben weitere Anweisungen für die Absprache zwischen Mittelblock und Halbspielern. Die Damen pushten sich gegenseitig und wollten mit mehr Tempo in Halbzeit zwei gehen. Doch wie so oft kamen die HBClerinnen überhaupt nicht gut in die zweite Spielhälfte. Schnell lag die Zweite mit 5 Toren hinten (20:15, 33. Minute). Flügelrad war in Fahrt gekommen, egal ob aus dem Rückraum, über Außen oder über den Kreis – die Gastgeberinnen hatten kaum Gegenwehr und erzielten Treffer für Treffer bis ein deutliches 26:16 in der 45. Minute von der Anzeigetafel leuchtete. Dieser Abstand hielt sich weiter bis zur 54. Minute (kurzzeitig waren es auch 12 Tore Differenz!). Weder Wechsel in der Angriffsformation noch ein Umstellen auf offensivere Abwehr sollte daran etwas ändern. In den letzten fünf Minuten rafften sich HBClerinnen nochmal etwas zusammen und verkürzten durch einen Traumpass quer durch die Halle von L. Weimer auf C. Hertel noch zum Endstand von 33:25.
Fazit: Die Flügelräderinnen wollten diesen Sieg eindeutig mehr, die HBClerinnen zeigten zu keinem Zeitpunkt des Spiels ihr Können und verlieren auch das zweite Derby verdient.
Die Damen 2 befinden sich nun mit 9 Punkten auf dem 9. Tabellenplatz, dicht gefolgt von Mögeldorf mit 8 Punkten. Der Klassenerhalt bleibt also weiter hart umgekämpft. Nächsten Sonntag steht um 17:00 Uhr das Herriedener-Heimspiel gegen den Tabellenzweiten Schwabach an. Diese haben neulich überraschenderweise Punkte gegen Mögeldorf liegen lassen. Hier wollen wir nachziehen und haben zudem noch eine Rechnung aus dem katastrophalen Hinspiel zu begleichen (42:19).
Für den HBC spielten: Ulherr, Katzsch (5), Sigle (1), Rubel (5), Weimer (1), Meine, Köstner (2), Fischer (3), Lehnert (2/1), Hertel, N. (TW), Parpan, Walther (TW), Hertel (6/3), Täuber

