ESV Flügelrad : HBC Nürnberg II 35:33 (18:15)
Mit schwierigen Vorzeichen ging der Handball Club Nürnberg in die Auswärtspartie beim ESV. Zahlreiche Ausfälle zwangen das Trainerteam zu Umstellungen, dennoch reiste die Mannschaft nach dem Sieg gegen Kernfranken mit viel Selbstvertrauen an. Dem gegenüber stand mit dem ESV ein Topteam der Liga, das stark in die Rückrunde gestartet war.
Bevor die Partie startete, wurde jedoch die ESV- und HBC-Legende Christopher Neumüller offiziell von beiden Vereinen verabschiedet. Nach zahlreichen Jahren auf und neben der Platte für beide Vereine hat Christopher nun endgültig seine Karriere beendet, um mehr Zeit für seine Familie zu haben. Wer den Sympathieträger aber kennt weiß, dass man sich sicherlich noch sehr häufig in den Hallen der Region über den Weg laufen wird. Vielen Dank an dieser Stelle für die zahlreichen Stunden, die wir zusammen in und außerhalb der Halle verbracht haben.
Die Anfangsphase gestaltete sich ausgeglichen. Beide Teams agierten konzentriert, der HBC überzeugte dabei vor allem defensiv. Der Innenblock um Kurtzius, Grüger und Fischer stand stabil und erschwerte dem ESV viele Abschlüsse. Im Angriff jedoch schlichen sich immer wieder individuelle technische Fehler ein, die der Gastgeber konsequent bestrafte und sich zwischenzeitlich mit fünf Toren absetzen konnte. Dank der weiterhin guten Abwehrarbeit und dem deutlichen Plus zwischen den Pfosten hielt der HBC den Schaden in Grenzen und ging mit einem überschaubaren Drei-Tore-Rückstand in die Halbzeitpause.
Nach dem Seitenwechsel zeigte der HBC eine starke Reaktion. Angeführt vom stark aufspielenden Längst, über den im Angriff viel lief, kämpfte sich die Mannschaft Tor um Tor heran. In der 46. Minute wurde der Einsatz belohnt: Der HBC stellte den Ausgleich her. Nur drei Minuten später sorgte Sigle für die erste Führung seit dem frühen 1:2 in der dritten Spielminute und brachte die mitgereisten Anhänger zum Jubeln.
Doch anstatt die Kontrolle zu behalten, verlor der HBC in der entscheidenden Phase etwas den Kopf. Erneut häuften sich technische Fehler, die dem ESV einfache Tore ermöglichten. Die Gastgeber nutzten diese Schwächephase eiskalt, setzten sich entscheidend ab und feierten am Ende einen verdienten 35:33-Erfolg – den ersten Sieg des ESV gegen den HBC.
Unterm Strich wäre die Partie auch mit dem dezimierten HBC-Kader durchaus zu gewinnen gewesen. Die hohe Anzahl an technischen Fehlern im deutlich zweistelligen Bereich machte es jedoch gegen eine Spitzenmannschaft wie den ESV nahezu unmöglich, etwas Zählbares mitzunehmen.
Nun gilt es, den Fokus voll auf die Trainingswoche zu richten, um im kommenden Heimspiel am Samstag um 20:00 Uhr in der Herriedener Halle gegen die Reserve aus Rothenburg wieder erfolgreich zu sein.
Es spielten: Gerstner (TW), Deinhardt (TW) – Röll (4), Waiblinger (2), Grüger (4), Nguyen (3), Düvel (3), Fischer (3), Eisenhut (3/2), Längst (9), Sigle (1), Althoff, Kurtzius (1)

