HBC Nürnberg (mC1) : HSV Bergtheim – 47:26 (20:10)
Zehnter Sieg im elften Spiel beim Heimerfolg gegen den Tabellenletzten Bergtheim, mit 47 erzielten Treffern und 21 Toren Differenz jeweils neue Saison-Bestmarken aufgestellt – alles gut also bei der männlichen C1 des Handball Club Nürnberg? Fast! Denn zum gesamten Bild gehört auch, dass sich die Jungs zu Beginn lange schwertaten und erst nach einer Viertelstunde so richtig ins Rollen kamen. Am Ende stand ein mehr als deutliches 47:26 (20:10) auf der Anzeigetafel.

In einer hektischen und zerfahrenen Anfangsphase mit leichten Ballverlusten dauerte es über vier Minuten, ehe der HBC den ersten Treffer erzielen konnte. Und auch der brachte noch keine Sicherheit: Nach sieben Minuten führte der Gast, der mit neun Niederlagen aus neun Partien angereist war, mit 6:3. Das war nur konsequent, weil beim HBC vorne die Abläufe nicht passten und hinten der echte Wille fehlte, den Gegner festzumachen. Noch! Denn dann folgte ein erstes Zwischenhoch, in dem sich die Jungs von Anja Öhring auf ihre Stärken besannen: schnelle Angriffsaktionen mit viel Wucht und ein gutes Abwehrverhalten mit positiver Aggressivität. Vier Treffer in Serie bis zum 7:6 aus Sicht der Heimmannschaft waren Zeugnis dieser Phase. Doch der Gast aus Unterfranken hielt weiter dagegen und so die Partie zunächst noch offen.
Lag hier eine faustdicke Überraschung in der Luft? Nun: Allenfalls bis dahin. Denn was dann folgte, war ein Sturm, der sehr nachhaltig über Bergtheim hinwegfegte: Ab Minute 18 gelangen dem HBC sagenhafte 14 (!) Treffer in Serie. Diesen Lauf vom 12:10 bis zum 25:10 konnte nicht einmal der zwischenzeitliche Halbzeitpfiff stören. Insbesondere aus dem Rückraum und über Tempogegenstöße, zu denen die zusehends entnervte Gastmannschaft durch zahlreiche technische Fehler einlud, war der HBC nun erfolgreich. Und hinten stand jetzt auch dauerhaft eine Defensive, die sich diesen Namen durch sehr konsequentes Deckungsverhalten verdiente.
Der Rest der Partie ist schnell erzählt: Bis zum 32:12 (35.) setzte sich das Heimteam weiter ab. Die verbleibende Viertelstunde nutzte Anja für viele personelle Wechsel, in deren Folge das Spiel ein wenig an Struktur einbüßte. Vor allem aber trat der erwünschte Effekt ein: Fast alle Feldspieler erzielten mindestens einen Treffer.
Mit diesem Erfolg verabschiedet sich die C1 nun in eine ferienbedingte Spielpause, ehe am 28.02. das Spiel beim HSC 2000 Coburg II ansteht. Mit einem Sieg dort können die Jungs das „Endspiel“ um die Meisterschaft gegen Rimpar klar machen. Gerade deshalb gilt jetzt aber erstmal: voller Fokus auf Coburg.

