TSV Friedberg : HBC Nürnberg mB – 22:31 (8:18)
Du sitzt als Trainerteam im Auto auf der Fahrt nach Bayerisch Schwaben und grübelst, wie du sieben „Ausfälle“ (teilweise kamen die Absagen erst mittags am Spieltag) aus dem 17er-Kader kompensieren kannst, v.a., wenn von den „Verbliebenen“ zwei Spieler erst aus längerfristigen Verletzungen „zurückgekommen“ sind und quantitative Verstärkung aus der C1-Jugend nicht in Sicht war.
Nachdem das ja noch nicht genug Probleme sind, kommt dann noch ein Anruf, daß ein Spieler vom Landesstützpunkttraining zu spät zum Treffpunkt kommen wird.
Was tun? Jetzt müssen wir „unseren“ Eltern ein riesen Kompliment machen: Nach einigen weiteren Telefonaten mit den Fahrern, fuhren zwei Autos, die bereits auf der Autobahn unterwegs waren, zurück und „luden“ Jungs um bzw. ein Fahrzeug wartete extra auf den Fehlenden, was zur Folge hatte, daß immerhin sieben Feldspieler und zwei Keeper bis eine halbe Stunde vor Spielbeginn in der Halle waren – der „Nachzügler“ kam dann auch noch vor Anpfiff.
Nach anfänglichem gegenseitigem Abtasten, gelang es dem Handball Club Nürnberg eine 2-3-Tore-Führung herauszuspielen. Nach gut 11 Minuten kam dann die stärkste Phase der Nürnberger – über 7-5 erspielten sich die Gäste eine 18-8-Führung bis zur Halbzeit, welche die nächsten 10 Spielminuten sogar bis auf 12 Treffer ausgebaut werden konnte. Danach machte sich der Kräfteverschleiß bemerkbar, was aber keine Rolle mehr spielte, da die Begegnung nun bereits entschieden war.
Und jetzt müssen wir extrem kritische Trainer den Jungs wirklich auch mal Komplimente machen: Die Grundlage für den Auswärtssieg – neben der bekannten super Einstellung – war eine bomben Defensive, die in der 1. Halbzeit nur acht Gegentore zuließ und, daß die taktische Marschroute über weite Strecken richtig gut umgesetzt wurde, so daß nicht nur über individuelle Aktionen Treffer erzielt werden konnten, sondern auch über richtig sehenswertes Zusammenspiel.
Zum Schluss bedanken wir uns nochmals bei den extrem flexiblen Eltern, die die Jungs trotz aller Widrigkeiten nach Friedberg gebracht haben. Und Daniel Schminke für den Kleinbus, den er der Mannschaft zur Verfügung gestellt hat.
Da wir nun bis Mitte Januar spielfrei haben, geht’s nun in die wohlverdiente Pause, ehe bereits am 02.01. wieder trainiert wird.

