HBC Men – DJK Waldbüttelbrunn 29:22 (17:13)
Zum Auftakt ins neue Kalenderjahr stand für den HBC direkt ein richtungsweisendes Heimspiel an. Nach der Trainingspause über den Jahreswechsel und einer intensiven Vorbereitungswoche ging es gegen die Mannschaft der DJK Waldbüttelbrunn. Die Gäste waren bislang punktemäßig hinter ihren eigenen Erwartungen geblieben und daher trotz der Tabellensituation vor dem Spiel keinesfalls zu unterschätzen.
Die HBC Men, gecoacht von Stefan Mittag, gehen unter schwierigen personellen Voraussetzungen ins Spiel: taktisch top vorbereitet, aber ohne die etatmäßigen Mittelleute Florian Murrmann (Handverletzung) und Finn Weltzien (Knie). Hinzu kommt der Ausfall von Kreisläufer Eric Wein in der Trainingswoche sowie der nur bedingte Einsatz von Defensivspezialist Dave Rößl, der aufgrund seiner Funktion als Coach der Damenmannschaft erst zur zweiten Halbzeit zur Verfügung steht. Dafür springt Abwehrbolide und Langzeit-Kniepatient Kevin Köhler kurzfristig ein. Im Rückraum starten neben Tiago Couto Benni Grüger auf der Mitte und Linkshänder Marco Strauß auf der rechten Seite. Die Marschroute ist klar vorgegeben: eine stabile Defensive und kompromissloses Tempospiel.
Der Start verläuft auf Augenhöhe. Beide Teams stehen defensiv stabil, die Gäste kommen vor allem über Siebenmeter oder Schlagwürfe über die Mitte zum Torabschluss. Im Angriff tankt sich Marco Strauß immer wieder durch oder findet Max Maußneram Kreis (3:3, 7‘). Nach knapp neun Minuten kommt Couto über einen Durchbruch zu seinem ersten Treffer, eine Minute später trifft Maxi Mittag erstmals vom Siebenmeterpunkt (5:5). Über Benni Grüger gelingt nach einer Viertelstunde die erste Führung zum 8:7, wir können uns aber noch nicht absetzen, da wir noch nicht konsequent in unser Tempospiel kommen. Wir gehen immer wieder knapp in Führung, lassen die Gäste aber bis zur 22. Minute stets wieder ausgleichen. Dann beginnt die stärkste Phase der ersten Halbzeit: Die Defensive stabilisiert sich spürbar, nicht zuletzt, weil Comebacker Kevin Köhler in der Abwehr wie ein Löwe kämpft. Über sechs Minuten hinweg lassen wir kein Gegentor zu und ziehen durch Mittags sechsten Treffer erstmals deutlicher auf 16:11 davon. Waldbüttelbrunn findet anschließend wieder besser ins Spiel, doch Couto setzt mit seinem Treffer vier Sekunden vor der Halbzeitsirene den Schlusspunkt zum 17:13.
Wir starten in die zweite Halbzeit mit zwei weiteren Treffern durch Grüger und Strauß (19:13, 33‘), dezimieren uns daraufhin allerdings selbst, und der zweite Abschnitt entwickelt sich zunehmend zu einem Charaktertest. Die Gäste finden wieder besser in ihre Abläufe im Angriff, während wir uns vereinzelt Unsicherheiten im Entscheidungsverhalten erlauben. Trotzdem erfüllt jeder seine Rolle, Mittag bleibt vom Punkt fehlerlos und wir kompensieren als Mannschaft die personell schwierigen Bedingungen. Dennoch kommen die Gäste nach 44 Minuten wieder auf zwei Tore heran (22:20). Kurz darauf müssen wir eine doppelte Unterzahl überstehen, halten aber den Abstand zum Gegner (24:22 nach 48 Minuten). Der Beweis für unsere Moral und unseren Siegeswillen erfolgt aber jetzt: In den darauffolgenden knapp zwölf Minuten bis zum Schlusspfiff bekommen wir kein einziges Gegentor mehr. Nach einer Gästeauszeit lassen wir hinten nichts mehr zu, Grüger und Couto treffen erneut (26:22, 54‘). Nach einer eigenen Auszeit machen schließlich Stummvoll, Imre und Maußner den Deckel zum 29:22-Endstand drauf.
Ein sehr guter Start ins neue Jahr und eine gute Ausgangsposition für uns im Kampf um den Klassenerhalt. Bestätigen können wir diesen Anspruch bereits am kommenden Wochenende: Am 17.01.26 müssen wir um 18 Uhr gegen die Mannschaft des TSV München-Allach ran. Tabellarisch leicht vor uns und mit Siegen gegen Anzing und Rothenburg definitiv eine schwierige, aber auch motivierende Aufgabe.
Für den HBC spielten: Reichel, Toprak (beide Tor), Stummvoll (3), Maußner (2), Grüger (4), Schlosser, Köhler, Rößl, Strauß (5), Murrmann (1), Couto (5), Mittag (8/5), Bauer, Sluik, Blümchen (1)

