HBC Damen II vs. SV Puschendorf 32:40 (15:21)
Mit dem SV Puschendorf trafen die HBC-Damen II am vergangenen Wochenende erneut auf die Gegnerinnen aus dem letzten Spiel, da das allererste Saisonspiel ganz ans Ende der Hinrunde verlegt worden war. Das letzte Aufeinandertreffen fiel wenig erfreulich aus, nicht zuletzt aufgrund der nach wie vor sehr dünnen Personaldecke. Die Situation sah beim Rückspiel leider kaum anders aus, mit lediglich zwei Auswechslerinnen konnte der HBC auflaufen.
Denkbar schlechter hätte der Start in die Partie nicht laufen können. Die Gäste starteten mit einer sehr offensiven, hoch stehenden Abwehrformation, die den HBC stark in Bedrängnis brachte und zu zahlreichen technischen Fehlern zwang. Auch in der Defensive waren die Nürnbergerinnen noch nicht ganz wach und ermöglichten dem SV somit munter erfolgreiche Abschlüsse, während selbst im Angriff weiterhin nichts gelang. Das spiegelte sich im Spielstand wider: 0:6 nach sechs Minuten Spielzeit. Die Auszeit von Coach Marius Setzen folgte prompt und mündete in einer entsprechenden Ansage, um sein Team wachzurütteln. Tatsächlich konnte man in der Offensive nun deutlich besseren Zug zum Tor bekommen, der nun auch direkt oder per 7-Meter zum Abschlusserfolg führte. In der Abwehr hatte man sich ebenfalls langsam gefunden und stand deutlich kompakter. Durch unseren Wechsel auf zwei Kreisläuferinnen im Angriff stellten die Gäste ihre Deckung entsprechend um, sodass wieder mehr Struktur und weniger technische Fehler in unseren Spielaufbau kamen. So arbeitete sich der HBC Stück für Stück heran und verkürzte in der 21. Minute den Rückstand auf zwei Tore. Folglich zog Puschendorf kurz danach die Time-Out-Karte. Diese zeigte Wirkung und führte dazu, dass die Gäste ihren Vorsprung bis zur Pause wieder auf sechs Tore ausbauen konnten (15:21).
In der zweiten Halbzeit erwischte der HBC den besseren Start und legte zugleich einen 3:0-Lauf hin. Dann waren allerdings ebenfalls die Gäste aus der Pause zurück und zogen mit schnellen Gegentreffern auf bis neun Tore davon. Eine daraufhin folgende doppelte Überzahl verhinderte vermutlich zunächst Schlimmeres und die Nürnbergerinnen kamen auf sechs Treffer heran. Mehr war heute allerdings nicht mehr drin. Auch die Auszeit, als der Abstand wieder auf acht Tore angewachsen war, änderte nichts mehr am Kräfteverhältnis. Am Ende trennten sich beide Teams beim Stand von 32:40. Den mehr oder minder versöhnlichen Abschluss bildete der letzte Treffer zugunsten des HBC, als Sophia Lehnert in der letzten Sekunde vor Spielende den Anwurf vom Mittelkreis direkt in Richtung des gegnerischen Tores ausführte und dieser tatsächlich hinter der Torlinie landete.
Auch wenn sich schon in der ersten Halbzeit abzeichnete, dass es für den HBC heute wieder sehr schwer werden würde Zählbares mitzunehmen, lässt sich trotzdem positiv festhalten, dass das Spiel von großem Teamzusammenhalt geprägt war und trotz der Umstände nicht der Spaß am Spiel verloren ging.
Neuwerth (3), Täuber (4), von Rützen (6), Fleischer (2), Schechinger (5), Lehnert (4), Mittag, Hertel (8/6), Walther (TW)

