HBC Nürnberg mB – TSV Lengfeld: 30:28 (15:12)
Wie sich die Spiele (fast) glichen – ähnlich wie das Auswärtsspiel in Münchberg lief auch das Spitzenspiel der Oberliga Nord am Wochenende: Nach einer ausgeglichenen Anfangsviertelstunde mit ständig wechselnden (knappen) Führungen, konnten sich die HBC-Jungs bis zur Pause etwas absetzen und ihren Vorsprung (abgesehen von einer kurzen Schwächephase nach der Halbzeit) auf neun Treffer bis knapp acht Minuten vor dem Ende ausbauen. In der Folgezeit verspielten die Gastgeber diesen dann durch überflüssige Fehler und völlig unnötige Hektik, was der Tabellenführer aus Unterfranken eiskalt ausnutzte.
Am Ende leuchtete ein knapper, aber (laut Aussage des gegnerischen Trainers) völlig verdienter, Sieg für den Handball Club Nürnberg auf der Anzeigentafel auf.
Es war für die (heimischen) Zuschauer eine absolut geile Partie: Zwei richtig starke Teams boten ein schnelles, kampfbetontes (aber nicht unfaires) und variables Handballspiel, welches von einer starken Schiedsrichterin geleitet wurde.
Was waren die Gründe, warum der HBC dem (bis dato) ungeschlagenen Tabellenführer die erste Saisonniederlage zufügte?
Wahrscheinlich eine (im Gegensatz zum Hinspiel) kompromisslosere Deckung mit herausragenden Keepern. Vielleicht deutlich weniger technische Fehler, als in der Partie der Vorrunde oder eine starke Wurfchancenverwertung, sowie schnelleres Umschaltspiel? Mit Sicherheit die Tatsache, daß der HBC (bis auf einen noch grippegeschwächten und deshalb praktisch nicht einsetzbaren Akteur) erstmals in dieser Saison in Bestbesetzung auflaufen konnte.
Durch diesen Sieg hat es der HBC geschafft, bis auf einen (Minus)Zähler an den TSV Lengfeld heranzurücken, so daß die Meisterschaft noch nicht entschieden ist. Allerdings ist man nicht nur auf Schützenhilfe anderer Teams angewiesen, sondern muss alle seiner sechs noch ausstehenden Spiele gewinnen.
In zwei Wochen geht’s wieder gegen einen unterfränkischen Gegner – den SV Michelfeld. Dieser findet sich aktuell zwar im hinteren Tabellendrittel wieder, ließ aber durch starke Leistungen aufhorchen.

